U16-Wasserballerinnen des Uerdinger SV 08 holen den Deutschen Meistertitel

Die weibliche U16 des Uerdinger SV 08 hat sich in Hamburg die Deutsche Meisterschaft gesichert und damit eine herausragende Saison mit dem größten Erfolg im deutschen Nachwuchswasserball gekrönt. Nach drei intensiven Spielen gegen die stärksten Mannschaften Deutschlands bewiesen die Uerdingerinnen eindrucksvoll ihre Qualität und holten verdient die Goldmedaille an den Waldsee.
Bereits vor dem Finalturnier gehörte das Team von Trainer Piet Teijken zum engsten Favoritenkreis. Als Sieger ihrer Vorrundengruppe und frischgebackener Pokalsieger reisten die Uerdingerinnen mit viel Selbstvertrauen nach Hamburg. Dort warteten mit dem SSV Esslingen, dem Eimsbütteler TV und den Wasserfreunden Spandau 04 drei hochkarätige Gegner.
Deutlicher Auftaktsieg gegen Esslingen
Im ersten Spiel des Turniers setzte der USV direkt ein Ausrufezeichen. Gegen den SSV Esslingen entwickelte sich zunächst eine intensive Partie, in der Uerdingen bereits nach dem ersten Viertel mit 6:2 in Führung lag. Bis zur Halbzeit konnten die Niederrheinerinnen den Vorsprung auf 7:3 ausbauen.
Nach dem Seitenwechsel zeigte die Mannschaft ihre ganze Klasse. Mit einer aggressiven Verteidigung und schnellem Umschaltspiel ließ der USV den Esslingerinnen kaum noch Chancen. Im letzten Viertel gelangen sogar sieben Treffer, sodass am Ende ein deutlicher 18:7-Erfolg auf der Anzeigetafel stand. Besonders treffsicher präsentierten sich Cemile Celen mit vier Toren sowie Elizan Liya Kaya, Ella Pauels und Caro Pajonk mit jeweils drei Treffern.
Der klare Sieg bedeutete nicht nur zwei wichtige Punkte, sondern setzte auch ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz.
Hamburg fordert den Favoriten
Im zweiten Spiel des Tages wartete mit dem Eimsbütteler TV der Gastgeber des Finalturniers. Die Hamburgerinnen hielten die Partie lange offen und verlangten dem USV alles ab.
Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel (3:3) gelang es den Uerdingerinnen im zweiten Spielabschnitt erstmals, sich leicht abzusetzen. Vor allem Caro Pajonk übernahm Verantwortung und führte ihre Mannschaft immer wieder mit wichtigen Treffern an. Im dritten Viertel erhöhte der USV den Druck und zog zwischenzeitlich auf 12:6 davon.
Hamburg gab sich jedoch nie auf und kämpfte bis in die Schlussminuten. Letztlich behielt Uerdingen die Kontrolle und gewann verdient mit 13:9. Caro Pajonk war mit fünf Toren die erfolgreichste Werferin ihres Teams. Ella Pauels und Elizan Liya Kaya steuerten jeweils drei Treffer bei.
Mit dem zweiten Sieg des Tages hatten sich die Uerdingerinnen eine hervorragende Ausgangsposition für das abschließende Duell gegen die Wasserfreunde Spandau geschaffen.
Nervenkrimi gegen Spandau
Am Sonntag kam es zum erwarteten Endspiel um den Titel. Gegen die Wasserfreunde Spandau entwickelte sich von Beginn an eine hochklassige und dramatische Begegnung auf Augenhöhe.
Immer wieder wechselte die Führung. Nach einem 2:3-Rückstand nach dem ersten Viertel lag der USV zur Halbzeit mit 4:6 zurück. Doch die Mannschaft zeigte große Moral. Angeführt von einer überragenden Elizan Liya Kaya kämpften sich die Uerdingerinnen Tor um Tor zurück. Im dritten Viertel gelang erstmals wieder der Ausgleich zum 6:6.
Auch im Schlussabschnitt blieb die Partie völlig offen. Mehrfach wechselte die Führung, ehe Sophia Arabatzis und Ella Pauels den USV kurz vor Schluss wieder heranführten. 16 Sekunden vor dem Ende stand es 13:13 – ein Ergebnis, das bis zur Schlusssirene Bestand hatte.
Die Entscheidung musste somit im 5-Meter-Werfen fallen. Beide Mannschaften zeigten starke Nerven, doch schließlich hatten die Berlinerinnen mit 16:15 das glücklichere Ende für sich. Trotz der Niederlage im Shootout war schnell klar, dass die Uerdingerinnen aufgrund ihrer starken Leistungen im gesamten Turnier die beste Ausgangslage im Klassement hatten und sich den Deutschen Meistertitel sichern würden.
Goldener Abschluss einer starken Saison
Besonders beeindruckend war die mannschaftliche Geschlossenheit des USV. In allen drei Spielen verteilten sich die Tore auf viele Schultern. Elizan Liya Kaya erzielte im Turnierverlauf insgesamt 14 Treffer, Caro Pajonk elf, Ella Pauels acht und Sophia Arabatzis sechs Tore. Gleichzeitig überzeugte die Mannschaft durch eine starke Defensive, die in den ersten beiden Spielen lediglich 16 Gegentore zuließ.
Mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft krönt die weibliche U16 des Uerdinger SV 08 eine außergewöhnliche Saison. Der Titel ist das Ergebnis harter Arbeit, großer Leidenschaft und einer hervorragenden Nachwuchsarbeit am Waldsee.
Die Goldmedaille geht damit verdient an den Niederrhein – und die U16-Mädchen des Uerdinger SV 08 dürfen sich stolz Deutscher Meister nennen.
