EM in Funchal: Erfahrung, Verantwortung und Zusammenhalt – Barbara Bujka beim Turnier für Deutschland

Die Wasserball-Europameisterschaft 2026 in Funchal verlief für die deutsche Nationalmannschaft sportlich nicht wie erhofft. Mit dem 11. Platz blieb das Team hinter den eigenen Möglichkeiten zurück, zumal der Einzug unter die besten acht Nationen realistisch gewesen wäre.
Aus Sicht des USV 08 hatte dieses Turnier dennoch eine besondere Bedeutung. Barbara Bujka, unsere Referentin Sustainability & International Affairs, war Teil der deutschen Nationalmannschaft. Mit ihr hat das Team eine Erfahrungsträgerin gewonnen, die internationale Wettkämpfe aus unterschiedlichen Perspektiven kennt und gerade in schwierigen Turnierphasen Orientierung geben kann.
Barbara blickt auf eine außergewöhnliche internationale Laufbahn zurück. Bereits früh war sie für Deutschland bei großen Turnieren im Einsatz, unter anderem bei der Europameisterschaft 2003 in Ljubljana sowie bei der Weltmeisterschaft 2003 in Barcelona. Den prägendsten Abschnitt ihrer Karriere absolvierte sie jedoch von 2005 bis 2017 in der ungarischen Nationalmannschaft.
Ungarn zählt zu den erfolgreichsten und traditionsreichsten Wasserballnationen der Welt. Die ungarischen Nationalteams stehen für mehrfache Olympiasiege, zahlreiche Europa- und Weltmeistertitel und eine Wasserballkultur, die über Generationen hinweg Maßstäbe gesetzt hat. Teil dieses Umfelds zu sein bedeutet, sich dauerhaft auf höchstem internationalen Niveau zu bewegen, Titelansprüche zu tragen und Leistung mit Verantwortung zu verbinden. Diese Jahre haben Barbara sportlich wie menschlich nachhaltig geprägt.
Bei der EM in Funchal brachte sie genau diese Erfahrung in ein junges deutsches Team ein. Ihr Beitrag lag weniger im Vordergrund der öffentlichen Wahrnehmung, sondern in ihrer Rolle innerhalb der Mannschaft: als ruhige Konstante, als Ansprechpartnerin in engen Situationen und als Spielerin, die auch nach Rückschlägen Stabilität vermittelt.
Dass das Turnier sportlich hinter den Erwartungen blieb, schmälert diesen Wert nicht. Gerade in solchen Wettbewerben zeigt sich, wie wichtig internationale Erfahrung, Haltung und Zusammenhalt sind – Qualitäten, die Barbara Bujka aus einer langen Karriere im Spitzenwasserball mitbringt.
Für den USV 08 ist ihre Teilnahme an der Europameisterschaft in Funchal deshalb mehr als ein sportliches Ergebnis. Sie steht sinnbildlich für das Selbstverständnis unseres Vereins: Menschen zu begleiten, die Leistungssport in all seinen Facetten erlebt haben und diese Erfahrung heute verantwortungsvoll in die Vereinsarbeit einbringen.
Auch wenn die EM sportlich nicht den erhofften Ausgang nahm, bleibt aus Vereinssicht vor allem eines: der Stolz auf eine Mitarbeiterin, die internationale Verantwortung übernommen und ein junges Team in einer herausfordernden Situation unterstützt hat.
